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Bolland & Marotz
Hanseatisches Auktionshaus Bremen
Fedelhören 19
28203 Bremen

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AKTUELLES

Nachbericht zur 146. Auktion am 10. Juli 2010

Trotz Hitzewelle und Fußball-Weltmeisterschaft verzeichnete man zur Sommerauktion bei Bolland & Marotz ein großes Kaufinteresse, knapp 80 % der angebotenen Objekte wurden verkauft.
Ganze Abteilungen, wie beispielsweise der Schmuck, wurden fast vollständig geräumt. Eine Jugendstilbrosche, reich besetzt mit Altschliffdiamanten und Perle, wurde von € 1.000 auf € 3.000 gesteigert, ein Diamantring konnte für € 4.200 (Limit € 2.000) verkauft werden und ein ca. 60 Karat großer und mit 32 Diamanten besetzter Aquamarinanhänger fand für
€ 4.800 (Limit € 1.600) einen neuen Besitzer.
Zwei Kellinghusener Teller, beide aus dem 1. Viertel des 19. Jahrhunderts, fanden aufgrund ihres seltenen Dekors großes Interesse.
Der mit einer Landschaft im Spiegel dekorierte Teller wurde von € 400 auf € 1.900 gesteigert, während der Teller mit Blumen- und Vogeldekor für
€ 1.500 zugeschlagen wurde (Limit € 400). Eine Steilrand-Schale der Manufaktur Preetz, datiert 1831, wurde für € 1.400 verkauft (Limit € 300).
Ein 139-tlg. Tafelbesteck von Robbe & Berking, in Originalkästen von Wilkens, sorgte für wahre Bietergefechte, sodass der Zuschlag bei € 6.000 (Limit € 800) erfolgte.
Das von Benjamin Martin, London, entworfene Navigationsbesteck im Etui aus Rochenhaut im musealem Zustand, fand bei einem Limit von € 800 für € 2.400 einen neuen Besitzer.
Ein mit Libellen verziertes Väschen, Daum Nancy, war trotz einer Beschädigung am Lippenrand eines der begehrtesten Objekte der Auktion. Das ohne Limit angesetzte Lot wurde auf € 1.300 gesteigert.
Bei den Porzellanen zeichnete sich schon im Vorfeld der Auktion ein großes Interesse an der Position „Elefant mit Perser und Mohr“ der Meissner Manufaktur ab. Die von Peter Reinicke entworfene Figur aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde bei einem Limit von € 800 für € 3.600 verkauft. Das Meissner Ölkännchen „Hahnreiter“ steigerte sich von
€ 800 auf € 1.200 und die „Türkische Kapelle“ von Hoechst konnte bei € 1.900 zugeschlagen werden (Limit € 300).
In der Abteilung Ostasiatika wurde ein bronzener, blattvergoldeter Buddha „Anjali-mudrâ“ aus der Ratanakosin-Periode (1782-1851), Thailand, für € 5.500 verkauft (Limit € 3.000). Ein österreichischer Sekretär, reich dekoriert mit Architekturintarsien, aus dem 18.
Jahrhundert, fand nach einem Bietergefecht bei € 13.000 seinen Liebhaber (Limit € 4.000). In der Abteilung der Skulpturen wurde die in Holz geschnitzte, farbig gefasste und aus der Zeit um 1500 stammende Figur der Hl. Anna Selbdritt bei einem Limit von € 2.200 für € 12.000 verkauft. Die chryselephantine Figur einer Tänzerin, entworfen von Sandor Jaray, wurde bei € 3.300 zugeschlagen (Limit € 2.500).
„Die abendl. Dorfstrasse in Fischerhude“ von Otto Modersohn wechselte in der Abteilung der Bremer und Worpsweder Künstler zum Limit (€ 11.000) den Besitzer, während Heinrich Vogelers Studie „Die Hirtin“ von € 1.000 Limit auf € 3.800 gesteigert wurde.
Die großformatige Darstellung der Rosenkranzmadonna (Cuzco-Schule, Peru, 18. Jahrhundert), weckte vor allem beim ausländischen Publikum Interesse (Limit € 2.500 / Zuschlag € 4.600).
Der „Kamelmarkt in Tunesien“ von August Johannes Legras, entstanden 1896, wurde in der Abteilung Gemälde des 19. Jahrhunderts für € 4.500 zugeschlagen (Limit € 3.000).
Die farbenfrohe Ansicht des „Bootsstegs an der Havel“ von Philipp Franck, datiert 1934, welche in der Abteilung der Gemälde des 20. Jahrhunderts angeboten wurden, steigerten mehrere Interessenten von € 6.300 Limit auf € 34.000.
Auch an kleineren Positionen gab es Interesse, so dass diese gut abgesetzt werden konnten.

Für die 147. Auktion Mitte Oktober wird bereits Ware angenommen.